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Förderung

Die Agentur für Arbeit und die Jobcenter können für Arbeitssuchende im Bedarfsfall einen Bildungsgutschein für eine berufliche Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahme ausstellen. In solchen Fällen können die gesamten Lehrgangskosten übernommen werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Teilnehmende, deren jährlich zu versteuerndes Einkommen max. 20.000 Euro beträgt (bei gemeinsam Veranlagten max. 40.000 Euro) mit einer Bildungsprämie über 50% der Weiterbildungskosten bis max. 500 Euro.

Für Zeitsoldaten besteht über den Berufsförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr die Möglichkeit von Fördermaßnahmen zur Wiedereingliederung in das zivile Berufsleben. Eine Beantragung der BFD-Förderung erfolgt schriftlich über Ihren zuständigen Berater. Eine Förderung ist bis zu 6 Jahre nach Beendigung des Dienstverhältnisses möglich. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der individuellen Dienstzeitdauer.

Eine finanzielle Förderung kann auch über das Aufstiegs-BAföG beantragt werden. Interessierte stellen einen Antrag an das zuständige Amt für Ausbildungsförderung. Der finanzielle Beitrag für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren beträgt einkommens- und vermögensunabhängig einen Betrag bis zu 15.000 Euro. Davon sind 40 % der Förderung als Zuschuss vorgesehen. Für den Restbetrag bietet beispielsweise die KfW-Bank zinsgünstige Darlehen an.

Wenn eine berufliche Eingliederung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung durch eine Bildungsmaßnahme nach §45 SGB III gefördert werden soll, entscheidet die zuständige Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter in einem Beratungsgespräch mit Ihnen, aufgrund Ihres beruflichen Werdegangs und Ihrer beruflichen Kenntnisse, ob die Teilnahme an einer Maßnahme notwendig ist und welche Maßnahme Ihre beruflichen Eingliederungschancen verbessert. Die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter stellt für die Kostenübernahme einer solchen Maßnahme einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für Sie aus.

Beschäftigte die Gefahr laufen durch neue Technologien ersetzt zu werden, von verschiedenen Dimensionen des Strukturwandel betroffen sind oder in einem Beruf mit großem Fachkräftemangel tätig sind und sich ihre beruflichen Perspektiven mit einer Weiterbildung langfristig erhalten wollen, erhalten mit dem neuen Gesetz grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung. Neben der Kostenübernahme der Weiterbildung besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt zu erhalten. Beides ist an eine finanzielle Beteiligung durch den Arbeitgeber gebunden.
 

  • Während der Weiterbildung erhalten Arbeitgeber Zuschüsse zum Arbeitsentgelt. Diese liegen je nach Betriebsgröße zwischen 25 und 75 Prozent.
  • Zwischen 15 bis 100 Prozent der Weiterbildungskosten können durch die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter übernommen werden – die Höhe ist abhängig von Betriebsgröße, Lebensalter oder Vorhandensein einer Schwerbehinderung des Mitarbeiters.

 
Weiterführende Informationen zum neuen Qualifizierungschancengesetz finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Mit der Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS) der Agentur für Arbeit sollen Arbeitssuchende beruflich qualifiziert werden, um den wachsenden Bedarf an Fachkräften zu decken. IFlaS fördert berufliche Umschulungen, Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Externenprüfung und berufsanschlussfähige Teilqualifikationen (über Bildungsgutschein).

Trotz gesundheitlicher Einschränkungen möchten Sie wieder Ihrem Beruf nachgehen? Sozialversicherungsträger wie die DRV oder die Berufsgenossenschaften helfen Ihnen mittels „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ weiter. Sie erhalten eine berufliche Rehabilitation, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) unterstützt Projekte zur Qualifizierung und beruflichen Integration. Seit über 15 Jahren können unsere Kunden vom Europäischen Sozialfonds sowie von Bundes- und Landesministerien geförderten Arbeitsmarktprojekten profitieren.